21.11.2012, von Dirk Nixdorf

Säure-Alarm in Krefelder Chemiefabrik (Übung)

"Säure-Alarm", so lautete der Einsatzbefehl für rund 100 Einsatzkräfte der ....

"Säure-Alarm", so lautete der Einsatzbefehl für rund 100 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Fischeln, der Polizei und dem Technischen Hilfswerk Kempen und Krefeld am Samstagmorgen, 17.11.2012 um 10 Uhr.

Auf dem Werksgelände einer Chemiefabrik stieg bei einem Gefahrguttransporter die Temperatur beim Entladen der angelieferten Chemikalie über einen kritischen Wert, so dass der LKW umgehend vom Werksgelände gebracht werden musste. Er wurde außerhalb des Geländes auf einem weiträumigen Parkplatz abgestellt um weitere Maßnahmen ergreifen zu können.

Die bereits alarmierte Polizei begann damit das Gelände weiträumig abzusperren, währenddessen leitete die Werksfeuerwehr mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr, sowie der Freiwilligenfeuerwehr Fischeln die Kühlung der Chemikalie im Tank des Gefahrguttransporters ein.

Während die Feuerwehren die Kühlung vornahm und weitere Maßnahmen einleitete, begannt das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband (OV) Kempen, mit Hilfe des Ortsverbands Krefeld, aus dem Einsatzgerüstsystem eine Dekontaminationsschleuse (Denkon-Schleuse) zu erreichten. Hier entschied man für eine Schleuse mit Übergang um den Lkw manuell mit dem Hochdruckreiniger auch von oben reinigen zu können. Des Weiteren wurde aus Vierkanthölzern und Folie eine Wanne gebaut um das Abwasser auffangen und einer umweltgerechten Entsorgung zuführen zu können.Nachdem die Sicherungsmaßnahmen der Feuerwehren abgeschlossen waren, wurde der verunfallte Lkw in der Dekon-Schleuse gründlichste gereinigt damit nach dem Verlassen des Geländes keine Gefahr mehr von ihm ausgeht.

Zum Glück handelte es sich bei diesem Szenario nur um eine Übung um das Zusammenwirken der einzelnen Hilfsorganisationen und der Polizei trainieren zu können.

Gegen 12:30 Uhr hieß es dann Übungsende und der OV Kempen begann mit Hilfe der Kameraden des OV Krefeld mit dem Abbau der Schleuse.

Nach wiederherstellen der Einsatzbereitschaft endete der „Einsatz“ um 17 Uhr in der Unterkunft in Kempen.

 

Das Einsatzgerüstsystem (EGS) kann durch sein modulares System für eine Vielzahl von Aufgaben verwendet werden. So können hiermit mit nicht nur Denkon-Schleusen errichtet werden, sondern auch behelfsmäßige Übergänge, Rettungsplattformen, Schlauchbrücken und verschiedene Arten der Deckenabstützungen können hiermit aufgebaut werden.

Beim EGS handelt es sich um ein modulares Gerüstsystem, bei dem es keine festen Rahmenteile gibt, sondern alles flexibel zusammengesetzt werden kann, was den Transport und auch den Aufbau erheblich vereinfacht.

Einen großen Umfang an EGS-Material hat zum Beispiel der OV Kempen und Neuss.

 

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